Sehen
Dieses Werk beginnt met dem Sehen.
Das Bild verlangt Präsenz.
Der Anfang
Das erste Bild trägt eine Ordnung.
Eine Welt, in der Denken, Sprechen und Handeln mit einander verbunden sind.
So wurde sie gedacht.
Dieses Denken bildet den Ausgangspunkt der Reise.
Unterwegs
Während der Reise verändert sich das Bild.
Was zuvor verbunden war, löst sich.
Was Orientierung gab, wird Interpretation.
Oder Verlust.
Dieser Unterschied bleibt offen.
Das Ende
Das letzte Bild ist unklar.
Schichten überlagern sich.
Zeichen sind erkennbar, doch ihre Bedeutung verschiebt sich.
Wer nach Bedeutung sucht,
findet vor allem sich selbst.
Abstand
Das Bild verlangt Abstand.
Wer zu nah schaut, sieht Details.
Wer Distanz gewinnt, sieht Zusammenhang.
Beides ist notwendig.
Stille
Zwischen den Bildern liegt Stille.
Dort entsteht Bedeutung.
In dem, was sichtbar ist,
und in dem, was der Betrachter mitbringt
Rücklehr
Das erste Bild bleibt gegenwärtig.
Als Erinnerung an einen Ausgangspunkt.
Was daraus geworden ist,
entscheidet der Betrachter.