Keine Uhr
Die Zeit in diesem Werk tickt nicht.
Es gibt keinen Anfangspunkt, der herunter zählt.
Kein Ende, das näher kommt.
Die Zeit ist kein Messinstrument.
Sie ist eine Erfahrung.
Stillstand und Bewegung
Jedes Bild steht still.
Und doch bewegt sich die Zeit.
Sie bewegt sich im Blick.
Was wir erkennen, beschleunigt sich.
Was fremd ist, verlangsamt sich.
Manche Zeiten vergehen schnell.
Andere bleiben haften.
Nicht in der Dauer, sondern im Gewicht.
Zeit als Schicht
Die Zeit liegt in den Bildern selbst.
Im Material
In Licht.
In dem, was sichtbar ist — und was fehlt.
Jede Zeit hinterlässt eine Spur,
auch wann sie vergangen ist.
Der Betrachter
Zeit entsteht im Blick.
Wer flüchtig schaut, sieht eine Reihe von Bilders.
Wer verweilt, erfährt Dauer.
Zeit wird immer wieder neu gemacht.
Vor und Zurück
Die Reise geht voran.
Doch der Blick bewegt sich hin und her.
Vergangenheit und Gegenwart berühren sich
im Moment der Wahrnemung.
Dort geschied Zeit.
Übergang
Die Zeit wird geteilt.
In Momente.
In Schichten.
Nicht um sie festzuhalten,
sondern um sie lesbar zu machen.
Die Zeit bleibt spürbar.